Baby-Quilt-Tutorial (8): Freihandquilten oder Stitch in the Ditch?

Dieser Teil des Tutorials hat etwas länger gedauert, dafür wird er auch ausführlich das Quilten der Baby-Decke behandeln.

Zuerst stelle ich das Zubehör vor, das man braucht um das Quilt-Sandwich zu quilten.

Links seht ihr den Qbertransportfuß, der für dicke Lagen geeignet ist, weil er oben mitschiebt. Rechts ist der Stopffuß, der zum Freihandquilten geeignet ist. Diese Füße habe ich mit einem 15-teiligen Nähfüßchen Set bekommen, bei dem auch der 1/4-Inch Fuß dabei war.

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Der Obertransportfuß wird mit dem Schräubchen befestigt, nachdem die Halterung der normalen Füßchen abmontiert wurde. Die „Gabel“ soll dabei die Schraube greifen, die die Nadel festhält.

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Zum Quilten im Nahtschatten (stitch in the ditch) wird genau auf der Naht zwischen den Quadraten genäht. das erfordert etwas Übung, man sollte nicht zu schnell nähen. Kleine Unsauberkeiten fallen aber am Ende nicht mehr groß auf.

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Die zweite Möglichkeit für das Quilten – und meine bevorzugte – ist das Freihandquilten (freemotion quilting). Es gibt extra Free-Motion-Quilt-Füße, man kann aber auch den normalen Stopffuß nehmen. Auch er wird mit dem Schräubchen befestigt. Wichtig ist auch hier, dass der lange Fortsatz auf der Nadelschraube zu liegen kommt.

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Das Freihandquilten sollte erst an Probesandwiches geübt werden. Auch wenn ihr schon ein bischen ausprobiert habt, vor dem eigentlichen Quilten würde ich immer eine Probe machen, da die Fadenspannung immer unterschiedlich einzustellen ist, je nach Garn, Dicke des Vlieses, Spulenqröße usw. Wenn Probleme auftreten – das ist normal! 🙂 Über das Freihandquilten lernt man seine Nähmaschine noch besser kennen. Zur Not alles sauber machen und neu einfädeln, das hilft bei den meisten Problemen schon.

Die Stichlänge wird auf Null gestellt, der Stoffuntertransport sollte versenkt werden.

Viele tragen zum Freihandquilten Handschuhe, um die „Griffigkeit“ des Quilts zu verbessern, ich finde das auch sehr hilfreich. Manche stört aber, dass man weniger spürt. Man kann ganz normale Einmalhandschuhe nehmen, so wie ich oder extra Quilt-Handschuhe kaufen.

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Als Muster für das Quilten habe ich das sogenannte Stippling ausgesucht. In unrelegmäßigen Schleifen wird der ganze Quilt „ausgemalt“ die Linien dürfen sich dabei nicht überschneiden.

Gute Videos zu dem Thema gibt es wieder bei Missouri Star Quilt Company, iheartstitching und von Leah Day.

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So sollte das Muster aussehen, die Stiche sollten gleichmäßig sein, keine „Zähnchen“ zu sehen sein (ihr wisst, was ich meine, wenn ihr sie seht 🙂 .

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Damit der Quilt unter die Nähmaschine passt, muss er auf der einen Seite (rechts) gerollt bzw. zusammengeschoben werden. Auf den anderen Seiten sollte der Quilt nicht herunterhängen (auch nicht auf den Schoß), sondern auf ebener Fläche ruhen. Ich gehe zum Quilten an den großen Tisch. Wenn Zug auf den Quilt wirkt, erschwert das das Quilten erheblich. Bei einem Babyquilt ist das recht einfach zu bewerkstelligen, bei großen Quilts wird es zunehmend komplizierter. Eine Nähmaschine mit großem Stoffdurchgangsraum und Anschiebetisch ist hier ein großer Vorteil. Aber wie man bei mir sieht ist es auch auf einer ganz normalen Nähmaschine möglich.

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Man beginnt in der Mitte des Quilts und arbeitet sich nach außen.

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Unterwegs werden die Sicherheitsnadeln nach und nach entfert. Man muss also immer wieder anhalten. Dabei ist wichtig, darauf zu achten, dass die Nadel unten ist, um im Muster nicht zu verrutschen.

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Ich habe zuerst in alle vier Richtungen von der Mitte aus gequiltet und dann die Ecken von der Mitte aus ausgefüllt.

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Der fertige Quilt hat dann durch das Stippling eine sehr schöne Struktur und fühlt sich sehr angenehm an. Außerdem gefällt mir die Optik sehr gut.

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Wenn ihr euch noch nicht ans Freihandquilten getraut habt, probiert es einfach mal aus, es macht sehr viel Spaß, auch wenn es ganz schön anstrengend sein kann.

Bei Fragen schreibt mir einfach, ich habe das Tutorial bewusst kurz gehalten, wenn ihr noch ausführlichere Beschreibungen wollt, hinterlasst mir einen Kommentar.

Im folgenden Teil des Tutorials geht es um das Binden des Quilts und dann ist er fertig.

Ein schönes Wochenende (ab zu SaSu)

Juchulia

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