10 Tipps um Ordnung ins Näh-Chaos zu bekommen

Vor Kurzem habe ich mir wegen des rasch wachsenden Stoffreste-Bergs das Buch von Amanda Jean Nyberg (crazy mom quilts) und Cheryl Arkinson (naptimequilter) gekauft: Sunday Morning Quilts.

Sie stellen darin viele Projekte vor, die man aus seinen Stoffresten machen kann UND fast noch wichtiger für mich, sie geben Tipps zur Ordnung und Aufbewahrung der Stoffe.

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Das hat mich inspiriert, in meinem Näh-Chaos Ordnung zu schaffen und ich möchte euch hier meine 10 Tipps dafür vorstellen. Einige stammen aus dem Buch, andere habe ich im Laufe der Zeit selbst gesammelt.

1. Stoffe nach der Größe einteilen.

Zuerst habe ich meine Stoffe eingeteilt in groß (> 2m) mittel (1-2m) klein (1/2m und kleiner) und Reste (kleiner als ca. 25 x 50).

Jede Stoffart bekommt ihre eigene Aufbewahrungs-Lösung. Große Stoffe, mittlere Jersey-Stoffe und Bündchen habe ich auf eine Größe von ca. 30cm x 60 bzw. 30cm x 30cm zusammengelegt, damit sie schön übersichtlich in den Stoffschrank gelegt werden können.

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Für die restlichen Stoffgrößen habe ich unterschiedliche Lösungen gefunden.

2. Stoffaufbewahrung mit Comic-Kartons

Die Stoffe von mittlerer Größe habe ich auf  Comic Kartons gewickelt, den Tipp habe ich aus amerikanischen Näh-Blogs und finde dass das recht gut funktioniert. die Comic-Kartons habe die richtige Größe, man muss nur den Stoff auf ca. 25 cm Höhe falten und dann der Länge nach um den Karton wickeln.

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3. Stoffe falten bei kleineren Mengen (Fat Quater, Half-Yards)

Für kleinere Stoffstücke wie z. B. Fat Quaters (ca. 50cm x 50cm) passen die Kartons nicht so gut, hier gibt es aber auch eine ganz gute Lösung. Die Stoffe werden auf die Größe von ca. 15cm x 15cm gefaltet und können so schön übersichtlich verstaut werden.

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Der Stoff wird dabei auf ca. 15cm Höhe und 50cm Länge zusaammengelegt, dann die Mitte markiert und von links und rechts bis zur Mitte eingeschlagen. Dann noch zusammenlegen und Voila. Quadratisch praktisch gut 🙂

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Zum Verstauen dieser Stoffgrößen eignen sich diese Boxen vom Möbelschweden hervorragend. Die gefalteten Stoffe passen perfekt hinein.

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4. Stoffe von Stoffresten (Scraps) befreien

Ein Tipp aus dem Buch: Wenn ihr Stoffe schon für Projekte genutzt habt und sie jetzt wieder verstauen wollt ist jetzt die Zeit sie von Reste zu befreien. So lassen sich die Stoffe besser falten und die Reste werden in den Restekisten besser genutzt.

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5. Stoffreste in handhabbare Stücke zuschneiden

Wenn ihr Reste habt, bringt sie in eine handliche Form, ihr könnt sie dann leichter für ein Scrap-Projekt nutzen.

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6. Reste nach Farben sortieren

Dieser Tipp aus dem Buch hilft, schneller in den Resten fündig zu werden. Ich finde die Farbordnung auch inspirierend und man bekommt neue Ideen, was man mit den Stoffresten machen könnte. Auch hier können die Plastikboxen super verwendet werden und bedeckelt lassen sie sich auch gut stapeln.

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7. Das Schnipsel-Glas

Aus meinenn Quilt-Projekten haben sich im Laufe der Zeit viele kleine Dreiecke angesammelt, die ich in einem Glas sammle, bis ich sie für ein Projekt nutzen kann.

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Hier und hier habe ich mich schon aus diesem Glas bedient und Half-Square Dreiecke daraus gemacht.

8. Die Reste-Reste-Tüte

Die ganz kleinen Schnipsel, die jetzt noch ürig bleiben kommen bei mir in eine Tüte und werden gesammelt – ich schmeiße nichts weg.

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Diese Reste nutze ich zum Ausstopfen von Kuscheltieren, Kissen usw. Dazu mische ich sie mit Kissenfüllung.

9. Schnittmusteraufbewahrung

Nicht nur Stoffe auch Schnittmuster verbreiten schnell Chaos im Näheck.

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Ich habe mir deshalb einen Schnittmuster-Ordner gemacht. Für jedes Schnittmuster gibt es eine durchsichtige Plastikhülle, so finde ich jedes schnell und es ist übersichtlich. Wer mag kann noch ein Register machen mit Kategorien wie Kinderkleidung, Taschen, Kuscheltiere…

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Damit der Schnittmuster-Ordner auch ins Näheck passt, habe ich ihn optisch aufgehübscht. Dazu gibt es Aufkleber mit schönen Mustern zu kaufen, die genau auf den Ordnerrücken passen.

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10. Stoffschrank-Organisation

Im Stoffschrank bekommen die schönen neu sortierten Stoffe ihren Platz. Ich habe sie der Größe nach von oben nach unten eingeräumt, die Restekisten und die kleinen Stoffe oben, die mittleren in der Mitte und die großen Stoffe kommen ganz unten rein.

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Vielleicht konnten euch meine Tipps inspirieren. Mich hat die ganze Aktion einen freien Nachmittag und Abend gekostet aber jetzt habe ich wieder viel mehr Lust ein neues Projekt anzufangen.

Was sind eure Lieblingstipps um Ordnung ins Nähchaos zu schaffen?

LG Juchulia

PS: Diese Aufräumaktion habe ich für mich gemacht, deshalb darf sie auch zum RUMS

20 Gedanken zu “10 Tipps um Ordnung ins Näh-Chaos zu bekommen

  1. Hallo,

    danke für deine Tipps! Ein paar davon kannte ich bereits, aber es waren auch ein paar neue Inspirationen dabei. 🙂 Z.B. die Farbsortierung der Reste ist super, das werde ich bald mal umsetzen.

    Ich besitze nicht annährend so viele Stofft wie du, merke aber trotzdem, wie der Platz langsam zur Mangelware wird. Ich muss mir wohl in den nächsten Monaten auch mal überlegen, wie und wo ich Platz schaffen kann für meine Stoffe. Ich finde, dass man noch so fleißig abarbeiten kann, trotzdem wird es immer mehr Stoff…;-)

    Alles Liebe,

    Jule

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  2. Ich bin beeindruckt… Bei mir passen noch die meisten Stoffe in Plastiktüten in zwei Schubladen. Allerdings wird der Haufen auf dem Boden immer höher und die Plastiktüten muss man jedes Mal komplett auspacken, wenn man was sucht…
    Ich danke dir also für diese Tipps und werde mich heute gleich nach der Arbeit dran setzen!
    LG CLaudia

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  3. So ähnlich habe ich meine Stoffe auch sortiert, Die Idee mit dem Karton kannte ich allerdings noch nicht. (die durchsichtige Plastikboxen gibts auch bei Woolworth in verschiedenen Größen und dort sind sie auch nicht teuer)
    Stoffe die man über Jahre lagert sollte man aber Lichtdicht verpacken da sonst die Farben verblassen können.
    Es gibt wirklich nichts inspierierenderes als eine ordentlich gefüllte Kiste mit farblich sortieren Stoffen =)

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  4. Na hallo, war der Schrank nicht letztens noch fast leer?
    Sehr gute und fein bildlich untermauerte Tips lieferst du. DANKE!
    Ich nutze auch die IXXX-Kisten. Bislang konnte ich mich aber soweit zusammenreißen zumindest für das Patchworken tatsächlich projektbezogen zu kaufen. Insofern gibt es hier „Projektkisten“. Die wenigen Quarter sind ähnlich wie bei dir organisiert. Die Scraps sind tatsächlich eher das kunterbunte Problem: hier gibt es eine Flicken und eine Streifenkiste … Beide sind zu bunt für ein Projekt und zu schmal für separate Projekte. Also vorerst weiter sammeln…
    Richtig chaotisch wird es im Stofflager dann dank Deko-, Jersey-, Jeans-, Sweat-, Webware-Lagern … Und da hilft gegen das Überbleibsel-Chaos wohl nur vernünftiger, projektbezogener Einkauf und vorzeitiges Trennen (WEGWERFEN) von Reste-Fetzen oder umgehende Verwertung in Accessoires… Zipfel werden gnadenlos abgetrennt, verbleibende Stücke begradigt und zusammengelegt archiviert. Was nicht für ne Mütze oder zumindest einzelne Teile davon reicht, fliegt weg! Ich finde nichts frustrierender als sich durch einen Haufen nicht verwertbarer Fetzen zu wühlen. Nicht übermäßig nachhaltig, aber zumindest lässt sich der zur Verfügung stehende Raum damit zielgerichtet ausnutzen und sich der Ballast minimieren.
    Lieben Gruß,
    Anja

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  5. hey! schöner post! die idee, mini-reste als füllung zu benutzen, finde ich klasse. bin ich gar nicht drauf gekommen, dass das ja auch geht! ansonsten finde ich den hinweis, stoffe von scraps zu befreien, goldwert. 🙂 LG nina

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  6. TOLL TOLL TOLL! Ich bin wahnsinnig begeistert!!

    Diese Kommode habe ich auch, allerdings als für meine Kleidung. Ich denke, ich werde das Projekt „Ordnung im Nähzimmer“ auch mal in Angriff nehmen.
    Grade die Schnittmuster nehmen doch Platz weg.

    LG Sabrina

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  7. Super tolle Anregungen, ich werde dann jetzt auch mal Ordnung machen. Die Schnitte habe ich schon länger in Ordnermappen einsortiert. Das funktioniert auch toll. Nur mit dem Schrank hatte ich keine Idee und nehme deine Tipps dankend an. 🙂

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  8. Vielen Dank für die nützlichen Tipps!
    Ich habe zuletzt auch mal wieder Ordnung bei meinen Stoffen gemacht. Zunächst habe ich mir selbst den Stoffkaufverbot erteilt bis ich wieder etwas Platz da habe 🙂 Und dann habe ich auch Kisten gekauft, allerdings bin ich bei den etwas teureren Hammerplast aus dem Bauhaus geblieben, weil sie so einen schönen Clipverschluss haben und aus etwas dickerem Plastik sind.
    Gut gefallen hat mir Dein Tipp mit den Comic Kartons. Kann man sie eigentlich auch selbst aus Karton basteln?
    Und was falten in der richtigen Größe angeht, da habe ich auch eine Idee. Kennt ihr solche T-Shirt-Falter, die man selbst basteln kann? Das mache ich mir jetzt einfach in der Größe der Boxen und lege damit los 😉

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  9. Hallo,
    wow, sehr schön sieht das aus. Da muss ich jetzt auch mal ran…
    Was ist denn das für ein tolles Schränkchen von I***?
    Freu mich über eine Antwort;-)

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  10. Hallo! Super Ideen, das habe ich gestern gleich mal umgesetzt! Hast du zufällig auch Ideen wie man Garn und Bänder schön geordnet wegräumen kann? Da herrscht nämlich leider jetzt noch Chaos und alle Ideen, die ich bislang gefunden habe, setzen voraus, dass man handwerklich begabt ist 😉

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    • Da bin ich auch noch nicht perfekt, im Moment habe ich ein Utensilo, in das ich alle Bänder bunt hineingestopft habe. Aber ich habe vor eine Idee umzusetzen, die ich von Pinterest habe: https://de.pinterest.com/pin/372250725425530316/ Bänder auf große Wässcheklammern wickeln. Mal sehen, ob das klappt. Für meine Garne habe ich eine dekorative sehr lange schmale Schachtel zu Weihnachten bekommen, in die ich die Garne farblich sortiert eingeordnet habe.
      LG Juchulia

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      • Oh, das klingt auch nach einer guten Idee! Schreib doch mal, ob das mit den Wäscheklammern klappt! Ich habe mir in der Zwischenzeit Holzgranrollen besorgt und versucht darauf die Bänder aufzuwickeln. Ich finde aber die Rollen sind zu klein, wenn man längere Bänder hat, da sie dann über sie Seiten rutschen. Allerdings sieht es ganz schön aus, solange nichts rutscht. Die Rollen habe ich dann in eine flache Schachtel gestellt.
        Und gut, das bald wieder Weihnachten ist, dann weiß ich, was ich mir wünschen kann 😉
        LG
        Angeroon

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