Baby-Quilt-Tutorial (3): Zweimal messen, einmal schneiden.

Das genaue Zuschneiden der Stoffe ist ein wichtiger Schritt zum exakten Zusammensetzen der Einzelnen Teile eines Quilts. Man muss es ein wenig üben, ich empfehle deshalb, zuerst einen günstigen Stoff zu nehmen und die teuren Stoffe erst anzugehen, wenn man etwas Sicherheit bei der Technik hat.

Bevor man den Stoff zuschneiden kann, kommt etwas Mathematik. Mein Quilt soll ca. 90cm x 125cm werden. Ein Rand von 7,5cm wird auf jeder Seite abgezogen, bleiben ca. 75cm x 110cm.

Jetzt überlege ich, wie groß die Quadrate sein sollen. In 75 cm passen 6 Stoffquadrate zu je 12,5cm, das ist eine gute Größe. Zu jedem Quadrat muss jetzt noch die Nahtzugabe von 2 x 1/4 (0,6cm) inch dazu gerechnet werden: 2 x 0,6cm = 1,2cm. 12,5cm + 1,2cm = 13,7cm ~ 14cm. Das heißt bei 14cm-Quadraten komme ich auf etwas mehr als die gewünschte Breite.

Länge: 110cm/14cm = 7,8 ~ 8.

Wir benötigen also 6 x 8 Quadrate zu 14cm. Das sind 48 Stück. Bei 7 Farben benötige ich pro Farbe 7 Quadtate. Genug gerechnet!

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Jetzt werden die Stoffe vor dem Zuschneiden nochmals gebügelt, danach lege ich sie der Länge nach zusammen, Webkante auf Webkante.

Wer eine kleine Schneidematte besitzt, muss zweimal falten, was recht schwierig ist, da die beiden Stoffbruchkanten exakt parallel sein müssen.

Der gefaltete Stoff wird auf der Schneidematte platziert, mit dem Stoffbruch (dem Falz) am unteren Rand, den Webkanten oben. Das Quilt Lineal wird auf den Stoff gelegt, ein kleiner Teil bleibt auf der rechten Seite frei. Besonders wichtig: Das Lineal muss im exakten rechten Winkel zur Stoffbruchkante Liegen. Dies kann man mit den parallelen Linien abmessen, die auf dem Lineal aufgedruckt sind.

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Die linke Hand hält mit gespreizten Fingern das Lineal fest, so dass es beim Schneiden nicht verrutschen kann. Mit der rechten Hand wird der Rollschneider an der Kante von unten nach oben entlang geführt.

Vorsicht: Immer vom Körper weg schneiden und auf die Finger achten. Das Messer des Rollschneiders ist höllisch scharf (AU!).

Und daran denken. Immer ZWEIMAL messen EINMAL schneiden! Ich spreche aus Erfahrung 😉

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Danach drehe ich den Stoff (oder die Matte), so dass die geschnittene Kante auf der linken Seite liegt (vorsichtig, damit die Lagen nicht verrutschen). An der linken Kante wird das Quilt-Lineal angelegt und die gewünschte Breite am Raster abgemessen. Dabei muss wieder darauf geachtet werden, dass der Stoffbruch im rechten Winkel zum Schnitt steht.

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vom entstandenen Stoffstreifen werden dann die Quadrate abgeschnitten.

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Wenn man den Stoff gefaltet lässt, erhält man mit jedem Schnitt zwei Teile.

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Hier kann man ein Youtube Video von iheartstitching dazu sehen.

So wird mit jedem Stoff verfahren. Wir haben jetzt 49 Stoffquadrate (eines als Reserve) mit denen wir ein Muster legen können.

Dazu mehr im nächsten Teil des Tutorials.

So, jetzt haben wir eine Pause verdient. Füße hoch und relaxen! Jetzt!

Bis bald

Juchulia

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